
Yvonne Peter
Dipl. Naturheilpraktikerin TEN (Traditionell Europäische Medizin) hfnh
Dipl. Naturheilpraktikerin MV (Manuelle Verfahren) hfnh
u.a. Craniosacrale Osteopathie, Fussreflexzonentherapie, Lymphdrainage, Massage
Schmerztherapeutin Biokinematik
Dipl. Therapeutin für Rhythmische Massage Therapie nach Ita Wegmann ODA/KT
Homöopathin
Systemische Therapeutin hsi
Gerne begleite ich Sie mit folgenden Therapiemethoden:
TEN – Traditionelle Europäische Naturheilkunde
Die Pflanzenheilkunde gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen zu Hause. Heilpflanzen wurden seit Urzeiten zur Heilung und Linderung von Krankheiten eingesetzt und sind das grösste biochemische Laboratorium überhaupt.
Heilpflanzen verwendet man als Tee, Tinkturen (Tropfen), Kapseln, Dragées, Salben oder Zäpfchen.
Ich empfehle meistens individuelle Tropfenmischungen, Teemischungen oder Fertigprodukte, die in der Drogerie erhältlich sind, manchmal auch in Kombination mit homöopathischen Mitteln, auf die gesundheitliche Situation meines Patienten abgestimmt, über welche ich mir in der Anamnese und der Irisdiagnose ein Bild gemacht habe.
Anwendungsgebiete der Phytotherapie:
- Beschwerden des Magen- Darmtraktes und der Verdauung
- Hauterkrankungen
- Nieren-, Blasenerkrankungen
- Herz-Kreislauferkrankungen
- Durchblutungsstörungen
- Gefässerkrankungen
- Atemwegserkrankungen
- Stress, Erschöpfung, Burnout, chron. Müdigkeit
- Rheuma
- Kinderkrankrankheiten
- Frauenheilkunde
- Hormonelle Störungen
- Wechseljahre
- Schlafstörungen, psychische Störungen
- Entgiftung
Schröpfen

Beim Schröpfen wird mit Hilfe von Saugglocken ein Unterdruck auf bestimmten Hautarealen erzeugt. So entsteht ein Reiz im Organismus, der Blockaden auflöst.
Schröpfen hat seinen Ursprung in der Humoralmedizin und ist ein klassisches Ausleitungsverfahren. Das Schröpfen ist eine Therapieform die das Ziel verfolgt, Stauungen aufzulösen, um auf diesem Weg den Energiefluss des Körpers anzuregen.
Es gibt verschiedene Schröpf-Methoden:
Das trockene Schröpfen
Das Schröpfen erfolgt hauptsächlich am Rücken, da hier die Reflexzonen liegen, die mit einzelnen Organen im Körper in Verbindung stehen. Geschröpft werden Verhärtungen der Haut, Erhebungen und leichte Eindellungen, die auf eine Fehlfunktion der mit dieser Stelle verbundenen Organe schließen (Headsche Zonen). Durch das gezielte Ansetzen von Schröpfgläsern über ca. 15 Minuten dieser Hautzonen werden die entsprechenden Organe unmittelbar beeinflusst und aktiviert.
Die Schröpfmassage
Hier wird nach vorherigem Einölen der Haut der Schröpfkopf über die Haut gezogen, bis sie sich rötet. Ziel dieser Massage ist es, die Durchblutung im Körper anzuregen. Die Schröpftherapie wird bei vielen inneren Erkrankungen mit Bezug zu den Reflexzonen verwendet.
Eine Schröpfmassage wirkt durchblutungsfördernd und sehr muskelentspannend. Meist kombiniere ich eine Schröpfmassage mit klassischen Massagetechniken.
Braunscheidt-Therapie
Die Baunscheidttherapie zählt zu den Ausleitungsverfahren der Humoralmedizin.
Sie wird mittels einem sog. „Lebenswecker“ durchgeführt, welcher die oberste Hautschicht punktuell öffnet. Anschliessend wird ein spezielles, reizendes Öl aufgetragen, wodurch Quaddeln entstehen (wie bei einem Mückenstich), die dann leicht jucken. Nach einiger Zeit klingt die Reizung wieder ab.
Die Methode beruht auf dem Prinzip „Krankheitsstoffe“ aus dem Körper abzuleiten. So kommt es zu einer Art Umstimmung und Stimulierung des Organismus.
Beispiele für Anwendungsbereiche
- Akne
- Hormonelle Störungen
- virale Infekte
- Arthrosen
- Chronische Polyarthritis
- Arthritiden
- Rückenschmerzen, Ischialgie (auch akut)
- Neuralgien
- Leber-Gallenerkrankungen
- Hypotonie
- Migräne
- Sodbrennen
- rez. Nieren- Blasenentzündungen
- Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
- Schlaflosigkeit
Hydrotherapie & Wickel

Als Hydrotherapie bezeichnet man die Anwendung von Wasser (griechisch: Hydros = Wasser) zur Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen. Schon in den ältesten Kulturen war die Heilkraft von Wasser bekannt, davon zeugen unter anderem die römischen Thermalbäder.
Es gibt verschiedene Erklärungen für die lindernde und heilende Wirkung von Wasser. Unbestritten ist, dass richtige Anwendungen von Wasser den Kreislauf anregen oder regulieren, Schmerzen lindern, die Durchblutung fördern und das allgemeine Wohlbefinden steigern können.
Zur Hydrotherapie gehören Waschungen, Dampfanwendungen, Abreibungen, Sauna, Wickel, Auflagen sowie medizinische Bäder mit verschiedensten Zusätzen, Güsse, Trockenbürsten, Arm- und Fußbäder, Sitzbäder, Tau treten und Wassertreten. Je nach Indikation werden die Anwendungen für die Patienten ausgewählt, Dauer und Intensität festgelegt:
- Verbesserung der Durchblutung
- Reize beeinflussen innere Organe
- Entgiftungsleistung des Körpers
In der Praxis sind Wickel häufig genutzte Unterstützung nach Massagen oder Schröpf- bzw. anderen humoraltherapeutischen Methoden.
Gewisse Hydro-Anwendungen sind beschränkt möglich. Es besteht ausserdem die Möglichkeit, einen Wellnessabend bei sich zu Hause zu geniessen. Bitte erkundigen Sie sich bei uns über die verschiedenen Angebote.
Die Augen- oder Irisdiagnose stellt für eine tiefgehende, naturheilkundliche Behandlung die Basis dar. Ein Blick ins Auge verrät einem geschulten Therapeuten viel über die Gesundheit und die Konstitution eines Menschen. Mit Hilfe dieser wertvollen Informationen kann die Gesundheit gezielt unterstützt werden und somit muss sich eine Schwachstelle vielleicht gar nicht als Krankheit manifestieren.
Die Strukturen, Zeichen und Farben der Iris liefern bereits wichtige Informationen über Stoffwechsel, Bindegewebssituation, psychische Konstitution und vieles mehr. Alle Organe sind in der Iris gespiegelt (ähnlich wie bei der Fussreflexzonenbehandlung, Zungendiagnostik oder Ohrakupunktur).
Die Irisdiagnose liefert mir unverzichtbare Hinweise auf das Geschehen „hinter Ihren Kulissen“. Ich lasse die aus der Irisdiagnose gewonnenen Informationen in das genau auf Sie abgestimmte Therapiekonzept als wichtigen Bestandteil einfliessen.
Mit der Kamera kann ich eine Momentaufnahme Ihres Auges machen. So können Veränderungen dokumentiert und jederzeit auf die Informationen zurückgegriffen werden.
Rhythmische Massage Therapie nach Ita Wegmann ODA/KT
Die Rhythmische Massage Therapie wurde zeitgleich und in unmittelbarem Zusammenhang mit der anthroposophischen Medizin vor ungefähr 100 Jahren in Arlesheim von Dr. Ita Wegman entwickelt.
Sie basiert auf dem ganzheitlichen Anthroposophischen Menschenbild und spricht den Menschen in Geist, Seele, Emotionen und Körper an. „Rhythmisch“ bezieht sich auf eine rhythmisch geführte Griffabfolge und generell auf körpereigene lebendige Rhythmen wie Puls, Atem, Liquorbewegung etc.
Die Massage kann individuell an Ihre Konstitution, Ihren Gesundheitszustand und an Ihr aktuelles Krankheitsbild angepasst werden: Die Massagegriffe werden je nach der gewünschten Wirkung bindend oder lösend, formend, strömend belebend oder entstauend, atmend und durchwärmend eingesetzt.
Dadurch wirkt die Therapie ganzheitlich und Sie lernen sich und Ihren Körper besser spüren und kennen!
Im Anschluss an die Massagebehandlung erfolgt eine Nachruhe, durch die die Selbstwahrnehmung sowie die Reaktionen von Atmung, Puls, Wärmeverteilung und Stoffwechselrhythmen im eigenen Körper noch bestärkt und die Selbstheilungskräfte angeregt werden.
Anwendungsbereiche
Angezeigt ist die Rhythmische Massage Therapie in allen Altersgruppen zur Behandlung von akuten und chronifizierten Dysbalancen, sowie nach Unfällen, Operationen und als Begleitung anderer Therapien.
Auch seelische Fragen, Traumata, Krisen und Umbrüche nach existenziellen Erfahrungen und Erkrankungen und deren Behandlungen können mit Rhythmischer Massage Therapie unterstützt werden. Ebenso zum Zeitpunkt, wenn sich die menschliche Seele vom Körper wieder langsam löst, unterstützen Rhythmische Massage Therapie oder auch Rhythmische Einreibungen im Übergangsprozess (Palliativmedizin).
Mögliche Indikationen:
- Bewältigen und Lindern von körperlichen und seelischen Schmerzen
- Regulieren von Spannungen in Muskelgeweben und Faszien
- Verbessern der Blut- und Lymphzirkulation
- Unterstützen der vegetativen Funktionen wie Atmung, Verdauung, Schlaf-Wach-Rhythmus, Verdauungsprozesse, Ausscheidung
- Aktivieren und unterstützen der selbstregulierenden und selbstheilenden Kräfte
- Lösen seelischer Spannungen und Emotionen
- Verbessern von Themen wie Loslassen, Anpassen, Selbstwertgefühl, Selbst- und Lebensvertrauen
- Stärken des Gefühls von innerer Ruhe, Stabilität und Ausgeglichenheit
- Verbessern des «Sich-im-eigenen-Leib-Spürens», Finden der Mitte, der inneren Präsenz in sich
MAN – Manuelle Therapien
Die Craniosacral Osteopathie/-Therapie ist eine Körperarbeit, bei der mit Achtsamkeit und Wertschätzung vor jedem einzelnen Individuum über feinste manuelle Impulse eine Eigenregulation des Körpers unterstützt wird.
Der Name Craniosacrale setzt sich aus den Begriffen Cranium (Schädel) und Sacrum (Kreuzbein) zusammen.
Die craniosacrale Behandlungsform wurde anfangs des 20. Jahrhunderts von Dr. William Garner Sutherland auf der Basis der Osteopathie (Knochenheilkunde) zur „Cranialen Osteopathie“ weiterentwickelt. Dr. Sutherland machte eine weitere Entdeckung: Er stellte fest, dass hinter den rhythmischen Bewegungen der Gehirnflüssigkeit eine Kraft ist, die diese Bewegungen initialisert. Diese Kraft nannte er Primäre Atmung oder Lebensatem – der Zündfunke, der das System in Gang bringt. Findet diese Bewegungswelle in einer Körperregion nicht statt, weist dies auf Blockaden hin.
Der Lebensatem drückt sich im ganzen Körper aus und ist direkt mit der Lungenatmung (sekundäre Atmung) und der Gewebeatmung des zentralen Nervensystems verbunden, welche die gesamte Körperfunktionen regulieren. Somit haben wir heute mit der Craniosacral Therapie eine ganzheitliche Behandlungsform mit unterschiedlichen Ansätzen, die sich optimal ergänzen. Die Gesundheit im Menschen wir unterstützt und Ressourcen werden gestärkt, so dass positive Veränderungen stattfinden können.
Diese Behandlungsform kann bei Menschen jeden Alters (vom Neugeborenen bis hin zum betagten Menschen) angewendet werden, sogar wenn diese in sehr schmerzvollem oder gebrechlichem Zustand sind.
Craniosacrale Therapie kann sinnvoll sein bei folgenden Beschwerden:
- Tinnitus
- Schwindel
- Schmerzen am Bewegungsapparat
- Sensibilitätsstörungen in Beinen oder Händen/Füssen
- Wirbelsäulen-, Kreuzbein- oder Beckenbeschwerden
- Störungen des Vegetativen NS
- Kieferverspannungen
- etc.
Mittels einer speziellen Grifftechnik werden die Reflexzonen gezielt behandelt und damit entsprechende Bereiche und Funktionen des Körpers stimuliert und harmonisiert. Die Massage bewirkt eine Mobilisation der körpereigenen Heilkräfte.
Formen der Fussreflexzonen-Massage werden in Asien und bei indianischen Völkern seit Jahrhunderten praktiziert. Auch im alten Ägypten und im mittelalterlichen Europa wurde die Fussmassage zu Heilzwecken verwendet.
Der Arzt Dr. William H. Fitzgerald und die Masseurin Eunice D. Ingham erarbeiteten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den USA die Grundlagen für die heute gebräuchlichen Anwendungen der Fussreflexzonen-Therapie. In Europa hat die Pionierarbeit von Hanne Marquardt massgeblich zur Verbreitung beigetragen.
Im Rahmen zunehmender Erfolge und Akzeptanz von Körpertherapien und dem Wissen um psychosomatische Zusammenhänge hat die Fussreflexzonen-Massage einen grossen Stellenwert erlangt. Sie wird laufend weiterentwickelt.
Die Fussreflexzonenmassage wende ich in der Naturheilpraxis puraVida als Haupttherapie, aber auch als ergänzende, bzw. unterstützende Massnahme an. Sie können jederzeit wählen, ob Sie eine stündige Fussreflexzonenmassage bevorzugen oder diese in Kombination mit anderen Therapien eingesetzt werden soll.
Indikationen:
- Muskuläre und statische Belastungen
- Verdauungsbeschwerden
- Dysmenorrhoe, Zyklusbeschwerden, Klimakterium, hormonelle Beschwerden
- Kopfschmerzen
- Immunsystem aktivieren, Selbstheilung anregen
- Lymphatische Belastungen
- Bei psychischen Belastungen als Unterstützung der inneren Stabilität
Die Wirkungsweise der manuellen Lymphdrainage ist breit gefächert. So dient sie hauptsächlich als Ödem- und Entstauungstherapie geschwollener Körperregionen, wie Körperstamm und Extremitäten (Arme und Beine). Durch kreisförmige Verschiebetechniken, welche mit leichtem Druck angewandt werden, wird die Flüssigkeit aus dem Gewebe in das Lymphgefäßsystem verschoben. Die Manuelle Lymphdrainage wirkt sich überwiegend auf den Haut- und Unterhautbereich aus und soll keine Mehrdurchblutung, wie in der klassischen Massage, bewirken.
Die medizinische Form dieser Methode ist speziell ausgebildetem Fachpersonal vorbehalten.
In der Schmerzbekämpfung, wie auch vor und nach Operationen tut die Lymphdrainage gute Dienste, das geschwollene, mit Zellflüssigkeit überladene Gewebe, zu entstauen. Der Patient spürt eine deutliche Erleichterung, Schmerzmittelgaben können verringert werden, der Heilungsprozess verläuft schneller. Kontraindikationen (Gegenanzeigen) sind hierbei genauestens zu beachten.
Bei ausgeprägten lymphatischen Erkrankungen (Stauungen) wird diese Therapie mit Kompressionsverbänden, Hautpflege und spezieller Bewegungstherapie kombiniert und unter dem Begriff Komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE) zusammengefasst.
Indikationen:
- Lymphödeme, d.h. Schwellungen aufgrund einer Schwäche des Lymphsystems, zum Beispiel bei angeborenen oder erworbenen Lymphgefässkrankheiten
- Lipödeme , Fettschwellung, auch Cellulitis genannt
- Chronische venöse Insuffizienz (CVI)
- Sportverletzungen
- Schwellungen nach Operationen
- Stauungen während der Schwangerschaft
- Schmerzzustände, Migräne, Kopfschmerzen, Neuralgien
- Diverse chronische Erkrankungen, Stirn- und Kieferhöhlenentzündung, Bronchitis etc.
Zu den wichtigsten Wirkungen einer Massage zählen die Entspannung, die Schmerzlinderung und die lokale Steigerung der Durchblutung, wodurch der Stoffwechsel angeregt wird. Verspannungen und Verklebungen können so gelockert und gelöst werden.
Die Massage ist eine der ältesten überlieferten Heilkünste.
Zusammen mit Kräutern und Ölen wird die Massage angewendet, um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren, Verspannungen und Blockaden zu lockern und zusätzlich hat man erkannt, welche Bedeutung die Massage für die persönliche Entwicklung haben kann. Durch die Massage ist es möglich, mit unterdrückten Gefühlen und Erinnerungen, die in der Körpermuskulatur gefangen sind, in Berührung zu kommen.
Beispiele für Anwendungsbereiche
- Muskelverspannungen aller Art (z.B. Muskelkater, Muskelschmerzen, durch emotionellen Stress bedinge Muskelverkrampfung)
- Kopfschmerzen bei verspannter Rücken- und Nackenmuskulatur
- Verhärtete Muskulatur nach grösseren sportlichen Leistungen
- Zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens, der allgemeinen Leistungsfähigkeit und des Stoffwechsels
- Psychosomatische Erkrankungen
- Erkrankungen des vegetativen Nervensystems (z.B. bei Schlaf- und Verdauungsstörungen, Nervosität)
- Rheumatische Beschwerden
Falls Sie vor einer Behandlung nicht sicher sind ob man behandeln darf oder nicht, nehmen Sie mit Ihrem Arzt Kontakt auf.
Homöopathie
Das Wort «Homöopathie» kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus «homoion» (ähnlich) und «pathos» (Leiden) zusammen.
Pflanzliche, mineralische und andere Substanzen werden nach dem «Ähnlichkeitsprinzip» als Heilmittel ausgewählt. Eine Krankheit wird mit demjenigen homöopathischen Mittel behandelt, welches beim gesunden Menschen ähnliche Beschwerden hervorrufen kann, wie sie der Patient aufweist.
So entwickelt man z. B. beim Schneiden frischer Zwiebeln Tränenfluss und Augenbrennen. Einem Patienten, der an einem Schnupfen erkrankt ist, der dieselben Symptome aufweist, wird u. U. das homöopathische Arzneimittel «Allium cepa» (Küchenzwiebel) verschrieben.
Allerdings wird in der homöopathischen Anamnese jeder Patient und jede Patientin als individuelle Persönlichkeit betrachtet. Das kann dazu führen, dass mehrere PatientInnen, welche – nach medizinischer Sicht – an derselben Krankheit leiden, möglicherweise aufgrund ihrer individuellen Symptome unterschiedliche Mittel erhalten.
Die miasmatische Homöopathie berücksichtigt nicht nur körperlichen Symptome und die individuellen Besonderheiten des Menschen.
Unter Miasmen versteht man ererbte oder erworbene Schwächen und Krankheiten. Daher ist die Krankheitsgeschichte eines Patienten von Geburt an, sowie dessen direkter Verwandtschaft sehr wichtig bei der Behandlung von chronischen Krankheiten, um mit diesem Wissen Erkrankungen in der Tiefe angehen zu können. Nach Hahnemann ist die Grundkrankheit des Menschen nur so heilbar.
Systemische Therapie
Die Systemische Therapie ist ein psychotherapeutisches Verfahren, das psychisches Leiden im Kontext sozialer Beziehungen und Wechselwirkungen betrachtet. Symptome werden nicht primär als Ausdruck individueller Störungen verstanden, sondern als funktional im jeweiligen Beziehungs-, Familien- oder sozialen System. Therapeutische Veränderungen werden durch neue Sichtweisen, Kommunikationsmuster und Perspektiven angestoßen.
Der systemische Ansatz geht davon aus, dass unser Denken, Fühlen und Handeln einerseits vom sozialen Umfeld beeinflusst wird – also von Familie, Freundeskreis, Arbeitsplatz und anderen Beziehungen – und anderseits beeinflussen auch wir unser Umfeld. Anstatt nur die einzelne Person zu betrachten, schauen wir darauf, wie mögliche Schwierigkeiten in einem grösseren Zusammenhang zu verstehen sind und wo sich Ansätze für neue Lösungen finden lassen.
Die Systemische Therapie mit der Inneren Familie (IFS) wurde in den 80er Jahren von Richard Schwartz PhD in den USA entwickelt, indem er die systemische Sichtweise auf die Innenwelt übertrug und die innere Multiplizität der Psyche (in Form von inneren Anteilen) als etwas Natürliches statt als Störung betrachtete. Die IFS ist zugleich Haltung und Methode. Sie befähigt, die eigenen und die inneren Anteile anderer Menschen empathisch zu verstehen, zu entlasten und ein neues inneres Gleichgewicht zu ermöglichen. Menschliche Probleme werden auf selbstbefähigende Weise verstanden und behandelt.
Ein systemischer Blick richtet sich sowohl auf unsere inneren Vorgänge als auch auf unseren Austausch mit der Umwelt, auf unsere Beziehungen. Mensch und Umwelt beeinflussen sich gegenseitig. Im Lauf des Lebens bilden wir in uns und in unseren Beziehungen regelhafte Muster heraus. Im Verhalten zeigt sich das zum Beispiel in Wut, Angst, Panik, Trauer, in Reaktionen, die wir nur teilweise verstehen können. Im Unterstützungsprozess geht es darum, solche Muster zu erkennen, zu verstehen und – wenn wir diese als leidvoll oder störend erleben – zu verändern. Verschüttete Ressourcen werden wieder zugänglich und neue Möglichkeiten erschlossen.
„Nur was sein darf, kann sich ändern.“
